Wenn diese Playoffs schon als Beweis der Dominanz von Oklahoma City in die Geschichte eingehen, dann hat Spiel 3 der Western Conference Semifinals ein neues Gesicht in den Fokus gerückt. Ajay Mitchell — Zweitrundenpick, im Vorjahr kaum Teil der Playoff-Rotation beim Championship-Run — lieferte am Samstag eine historische Leistung: 24 Punkte, 10 Assists und 3 Steals ohne einen einzigen Ballverlust beim 131:108-Kantersieg gegen die Los Angeles Lakers.
Die Thunder sind damit in diesen Playoffs ungeschlagen — 7 Siege, 0 Niederlagen — und führen die Serie 3:0.
Mitchell in historischer Gesellschaft
Mitchells Leistung ist statistisch einmalig: Wie ESPN berichtete, ist der gebürtige Belgier erst der vierte Spieler seit 1990, der in einem Playoff-Spiel mindestens 20 Punkte, 10 Assists und 3 Steals ohne Ballverlust verbuchte — neben Magic Johnson, Chris Paul und Tyrese Haliburton. Dabei fehlte All-Star Jalen Williams verletzungsbedingt.
„Er war überragend heute Nacht“, sagte Shai Gilgeous-Alexander auf der Pressekonferenz. Der 22-jährige Superstar schaute zu, wie sein Teamkollege das Rampenlicht übernahm.
Mitchells Entwicklung ist eine der bemerkenswertesten Geschichten dieser Saison. In der regulären Saison kam er auf 13,6 Punkte und 3,6 Assists pro Partie, wurde Fünfter in der Sixth-Man-Wahl — in den Playoffs hebt er das Niveau nochmals an.
Die Lakers ohne Antwort auf OKCs Tiefe
Los Angeles fand kein Mittel gegen Oklahomas Kadertiefe. Selbst ohne Williams siegten die Thunder ungefährdet mit 23 Zählern Unterschied. LeBron James und Austin Reaves konnten keinen Rhythmus entwickeln: Die Defensivintensität der Thunder verwandelte jeden Ballverlust in schnelle Gegenstoßchancen.
Einen Sieg von der zweiten Western Conference Finals-Teilnahme in Folge entfernt, wirkt OKC wie ein Team ohne Deckel. Kadertiefe, Defensivkontrolle und jetzt ein aufgehender Stern im zweiten Anzug — Mitchell entwickelt sich zu einem ernsthaften Faktor in Oklahoma City.
