Seit dem 6. Juli dürfen NBA-Teams offiziell Verträge unterzeichnen – und die Spannung um LeBron James’ nächste Station erreicht ihren Höhepunkt. Der 41-Jährige hat den Los Angeles Lakers bereits mitgeteilt, dass er den Verein verlassen wird. Je mehr Zeit vergeht, desto klarer zeichnet sich Cleveland als bevorzugtes Ziel ab.
Nach Informationen von Marc Stein und Jake Fischer (The Stein Line) ist unter den Klubs im Rennen um James eine wachsende Überzeugung entstanden: Eine Rückkehr zu den Cavaliers gelte als “das Szenario, das es zu schlagen gilt”. James wurde 2003 als erster Pick von Cleveland gedraftet, führte die Franchise 2016 zu einem historischen Meistertitel – als erstes Team, das nach einem 1:3-Rückstand die Finals gewann – und kehrte nach zwei Jahren in Miami bereits einmal zurück. Ein dritter Stint wäre ein Abschluss, der zum Stoff von Legenden taugt.
Agent Rich Paul formulierte es gegenüber ESPN so:
„Es ist das erste Mal, dass LeBron James eine Entscheidung ohne Druck trifft. Er hat schon gewonnen. Er hat sein Versprechen in L.A. gehalten. Es geht nur noch um sein persönliches Glück. Basketball, Lebensumfeld, Kameradschaft, Wettbewerb. Alles zusammen.“ – Rich Paul
Warum Cleveland so ruhig ist
Die Cavaliers haben seit dem Start der Free Agency kaum Vertragsbewegungen vollzogen – was Stein und Fischer als Signal werten. Man halte Kaderflexibilität aufrecht, um potenziell auch Bronny James von den Lakers via Trade zu holen, damit Vater und Sohn gemeinsam in Cleveland auflaufen könnten.
Sportlich liefert Cleveland den Rahmen: Die Cavs erreichten in der abgelaufenen Saison das Finale der Eastern Conference. Ein LeBron-Beitritt würde sie zu ernsthaften Titelanwärtern aufwerten – ohne dass ein Rebuild nötig wäre.
Feld noch offen
Rich Paul betonte gegenüber ESPN, dass er Kontakt zu Vertretern von 27 verschiedenen Teams aufgenommen habe und sich die Parameter täglich änderten. Die Verpflichtung von Jaylen Brown durch Philadelphia habe die Sixers neu auf James’ Radar gebracht.
Die Golden State Warriors verfolgen ihren eigenen Traumplan: LeBron neben Stephen Curry und Draymond Green. Wie Shams Charania berichtet, ist dieses Szenario jedoch an einen Trade für Anthony Davis gekoppelt – ohne Davis rangieren die Warriors derzeit nicht ganz vorne. Timberwolves, Nuggets, Heat und Sixers glauben laut Stein/Fischer alle noch an ihre Chancen.
Was bleibt
- Cleveland gilt als Favorit – eine Unterschrift ist laut Rich Paul aber noch nicht unmittelbar zu erwarten.
- Der Bronny-Faktor: Die Cavs halten Platz frei, um auch Bronny James zu integrieren.
- Warriors brauchen Anthony Davis – ohne ihn bleibt der LeBron-Curry-Plan eine Wunschvorstellung.
Quellen: The Stein Line (Stein/Fischer) | ESPN/Shams Charania
[Update – 8. Juli 2026] Das Bieterrennen um LeBron James hat sich seit dem Start der Free Agency ausgeweitet. Die Minnesota Timberwolves – die LaMelo Ball im Trade mit Charlotte verpflichtet haben – gelten nun als ernsthafter Konkurrent für Cleveland: Sie umwerben James mit der Aussicht auf ein Trio mit Anthony Edwards und Ball. Auch die Philadelphia 76ers haben Kontakt aufgenommen, nachdem sie Jaylen Brown aus Boston geholt hatten. Die Golden State Warriors hingegen sind nach Draymond Greens Opt-out auf die Non-Taxpayer Midlevel Exception (~15,1 Millionen Dollar) beschränkt – ein Max-Vertrag liegt außer Reichweite. Rich Paul, James’ Agent, ließ verlauten, dass die Entscheidung nicht in den nächsten Tagen fallen werde. Quelle: Yahoo Sports
