Kevin Durant lässt keinen Zweifel aufkommen. Am Samstag verglich der 37-jährige Houston-Rockets-Star die neu zusammengestellten Philadelphia 76ers mit seinen eigenen Meisterteams bei den Golden State Warriors – und zieht ein klares Fazit: Die Sixers sind ernstzunehmende Titelkandidaten.
„Das letzte Mal, als sie drei Scorer mit 20 Punkten in eine Mannschaft gesteckt haben, hieß es, das sei unfair”, sagte Durant gegenüber ESPN. „Die 76ers haben jetzt vier Spieler mit 25 Punkten im Schnitt. Ich denke definitiv, dass sie Titelkandidaten sind. Die werden Spaß machen.”
Die Zahlen sprechen für sich: Jaylen Brown erzielte in der vergangenen Saison im Schnitt 28,7 Punkte, Tyrese Maxey 28,3 Zähler, Joel Embiid 26,9 Punkte. LeBron James, 41, der am 24. Juli bei Philadelphia unterschrieb, kam in seiner letzten Lakers-Saison auf 20,9 Punkte – in 20 seiner 23 NBA-Spielzeiten kam er im Schnitt auf 25 Punkte oder mehr.
Ein Muster, das Durant selbst geprägt hat
Durant weiß besser als jeder andere, was ein solches Offensiv-Ensemble bewirkt. Mit den Golden State Warriors gewann er 2017 und 2018 den Titel an der Seite von Stephen Curry und Klay Thompson – ein Team, das wegen seiner Talentkonzentration massiv kritisiert wurde. Nun sieht er dieselbe Dynamik in Philadelphia, nur noch ausgeprägter.
Die Sixers haben diesen Kader systematisch aufgebaut: Brown kam per Trade aus Boston, Maxey wurde intern entwickelt, Embiid verließ Philadelphia nie. James entschied sich als Free Agent für die Sixers und lehnte dabei mehrere andere Angebote ab – darunter, wie ESPN berichtet, auch die Warriors, die ihn offenbar ohne Erfolg umworben hatten.
Die Gesundheitsfrage bleibt offen
Den Titel hat Durant Philadelphia noch nicht überreicht. Der entscheidende Unsicherheitsfaktor ist die Verfügbarkeit der Spieler. Embiid fehlte in jeder der vergangenen drei Spielzeiten über längere Zeiträume. James feiert im Dezember seinen 42. Geburtstag. Brown hat in seiner Karriere nur zweimal mehr als 65 Spiele absolviert.
Darum ist Durants Einschätzung besonders wertvoll: Er hat nichts zu verkaufen und keine Agenda. Wenn der Mann, der das moderne Superteam mitentworfen hat, in Philadelphia ein vertrautes Muster erkennt, sollten die Konkurrenten im Osten genau hinhören.
Quelle: ESPN – Kevin Durant vergleicht die 76ers mit seinen Warriors-Meisterteams
