Draymond Green ist noch immer ohne Vertrag. Wochen nach seinem Opt-out aus einer 27,6-Millionen-Dollar-Spieleroption – einem Opfer für die Handlungsfreiheit der Golden State Warriors im LeBron-James-Werben – wartet der viermalige Champion weiter auf seine Unterschrift. Der Knackpunkt laut ESPN: Green fordert eine No-Trade-Klausel.
Der Sommer, der nach hinten losging
Green war der führende Rekrutierer der Warriors im Rennen um LeBron James. Er lehnte seine Spieleroption Ende Juni ab, um der Franchise Salary-Cap-Spielraum zu verschaffen, und warb direkt bei James für einen Wechsel nach San Francisco. James entschied sich letztlich für die Philadelphia 76ers – Zweijahresvertrag, 8 Millionen Dollar, in etwa dem Veteranenminimum. Green hatte auf 27,6 Millionen Dollar verzichtet und geht vorerst leer aus.
Wie ESPN-Insider Brian Windhorst berichtet, geht Greens Forderung nach einer No-Trade-Klausel auf einen Vorfall vom Februar zurück: Die Warriors hatten ihn damals als Teil eines Pakets für Giannis Antetokounmpo von den Bucks abgeben wollen. Der Deal kam nie zustande – Giannis wechselte schließlich nach Miami -, doch der Versuch hat das Vertrauen Greens in die Führungsetage erschüttert.
Was ein Deal kosten dürfte
Golden State wird Green voraussichtlich zu rund 28 Millionen Dollar pro Saison neu verpflichten – ungefähr dem Wert seiner abgelehnten Option. Diese Zahl kursiert seit Mitte Juli, wie The Athletic und HoopsHype berichten. Strittig bleibt die No-Trade-Klausel: Sie würde den Warriors einen zukünftigen Trade-Baustein entziehen, den sie in der Vergangenheit bereits eingesetzt haben. San Francisco wägt ab.
Green, 36, ist einer der besten Verteidiger der NBA und ein viermaliger Champion. Sein Einfluss auf dem Parkett ist im Warriors-System kaum zu ersetzen. Dieser Sommer aber zeigt deutlicher als je zuvor, dass die Beziehung zwischen Spieler und Front Office transaktionaler ist, als es von außen wirkte.
[Update – 29. Juli 2026] Draymond Green kehrt zu den Golden State Warriors zurück. Der Power Forward unterschrieb einen Einjahresvertrag über 27,7 Millionen Dollar, wie ESPN-Insider Shams Charania berichtet. Der Vertrag entspricht exakt dem Player Option, den Green im Juni abgelehnt hatte, um den Warriors Flexibilität bei der Verpflichtung von LeBron James zu ermöglichen. James entschied sich schließlich für die Philadelphia 76ers. Green bleibt bei der Franchise, mit der er alles gewonnen hat.
Quellen: ESPN (Brian Windhorst); HoopsHype; The Athletic
