Spielbericht

Warriors holen Summer-League-Titel 2026: Lendeborg gewinnt MVP-Award

Yaxel Lendeborg erzielte 21 Punkte und 10 Rebounds, als Golden State nach einem Comeback im vierten Viertel mit 94:90 über Memphis siegte und den Summer-League-Titel holte.

Warriors holen Summer-League-Titel 2026: Lendeborg gewinnt MVP-Award
Photo: Cltjames / Wikimedia Commons (CC0)

LAS VEGAS – Zehn Punkte lagen die Warriors im vierten Viertel noch zurück. Dann übernahm Yaxel Lendeborg.

Der Golden-State-Rookie erzielte 21 Punkte und schnappte sich 10 Rebounds, als die Warriors im Finale der NBA Summer League 2026 die Memphis Grizzlies mit 94:90 besiegten. Lendeborg, der elfte Pick im NBA Draft 2026, wurde zum MVP des Finalspiels gewählt. Golden State schloss das Turnier mit einer 5:1-Bilanz ab und gewann damit zum zweiten Mal in der Franchise-Geschichte die Summer League.

Lendeborg schreibt NBA-Geschichte

Der Warriors-Rookie gewann im selben Kalenderjahr sowohl den NCAA-Titel als auch die Summer-League-Meisterschaft. Tyus Jones gelang ein ähnliches Double mit Duke und den Minnesota Timberwolves, allerdings in zwei Etappen: NCAA-Titel 2015, Summer-League-Triumph 2016. Für einen elft-gedrafteten Spieler ist das eine Visitenkarte, die im Front Office von Golden State nicht unbemerkt bleibt.

Lendeborg traf 9 von 18 Würfen und verbuchte zwei Steals. Über die ersten fünf Turnierspiele hatte er im Schnitt 13,6 Punkte, 6,2 Rebounds und 4,4 Assists bei einer Feldwurfquote von 50 Prozent erzielt. Im Schlussviertel erzielte Golden State 14 Punkte mehr als Memphis und drehte das Spiel komplett um.

Boozer lieferte, aber Lendeborg entschied

Lange Zeit sah es nach dem Abend von Cameron Boozer aus. Der Grizzlies-Rookie, dritter Gesamtpick, 19 Jahre alt und mit dem Gewicht entsprechend hoher Erwartungen, zeigte eine starke Partie: 19 Punkte, 8 Rebounds und 4 Assists. Auch Cedric Coward lieferte mit 19 Zählern für Memphis ab. Die Grizzlies kontrollierten das zweite und dritte Viertel, und Boozer spielte mit einer Abgeklärtheit, die man bei einem Teenager selten sieht.

Doch im letzten Viertel ließ Lendeborg keine Antwort zu. Sein Scoring, seine Ruhe in entscheidenden Momenten, das ist die Art von Tape, das Scouts sich mehrfach ansehen.

Was das für Golden State bedeutet

Natürlich entscheidet die Summer League im Juli keine Playoff-Serien. Aber ein Spieler, der als elfter Pick in einem Finale von zehn Punkten Rückstand auf den Titel dreht, ist eine Entwicklung, die man in jedem Front Office registriert. Golden State geht mit einem Titelgewinner ins Training Camp.

Was bleibt

  • Historische Leistung – Lendeborg gewann NCAA-Titel und Summer-League-Meisterschaft im selben Jahr; Tyus Jones (NCAA 2015, Summer League 2016) brauchte dafür zwei Saisons.
  • Golden State 5:1 – Beste Bilanz des Turniers, Meistertitel, MVP. Der elfte Pick hat geliefert.
  • Boozer überzeugend trotz Niederlage – 19 Punkte und 4 Assists im Finale sind ein solider Einstand für den dritten Gesamtpick.

Quelle: NBA.com, Bleacher Report.

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