Die Golden State Warriors haben sich für diesen Sommer viel vorgenommen: LeBron James, Stephen Curry und Draymond Green unter einem Dach. Dieser Plan verliert an Substanz.
ESPN-Insider Shams Charania berichtete bei Get Up, dass Golden States Chancen auf James direkt von einem Trade für Anthony Davis abhingen. Ohne diesen Transfer seien die Warriors “nicht wirklich ganz oben auf der Liste”, wie Charania sagte.
Drei Franchises haben sich abgesetzt: die Cleveland Cavaliers, die Miami Heat und die Philadelphia 76ers – die nach dem Jaylen-Brown-Trade in diese Runde geschlichen sind.
Rich Paul: “ein Korb voller Glück”
James’ Agent Rich Paul erklärte ESPN, sein Mandant treffe diese Entscheidung ohne Druck. “Die Dinge ändern sich täglich”, sagte Paul. “Zum ersten Mal trifft LeBron James eine Entscheidung ohne äußeren Druck. Er hat gewonnen. Er hat sein Versprechen eingehalten – er hat in L.A. gewonnen. Es geht jetzt ausschließlich um sein Glück. Was bedeutet Glück? Das ist ein ganzer Korb: Basketball, Lebensqualität, Kameradschaft, Wettbewerb. Alles.”
James hatte den Lakers Anfang des Monats mitgeteilt, er werde nicht für eine 24. Saison zurückkehren. Geld, so Paul, spiele keine entscheidende Rolle.
Drei Ziele, drei verschiedene Argumente
Cleveland ist die sentimentale Option. Ein drittes Kapitel bei den Cavaliers – die ihn 2003 als Nummer eins gedraftet hatten – würde eine der großen NBA-Geschichten vollenden. Laut ESPN-Reporter Brian Windhorst seien die Lakers offen für einen Sign-and-Trade mit Jarrett Allen, der diesen Weg ebnen könnte.
Miami kommt mit einem starken Argument: Giannis Antetokounmpo, seit seinem Trade aus Milwaukee nun im Heat-Trikot, habe James persönlich kontaktiert. Die Heat haben genug Gehaltsspielraum, um James zu verpflichten, ohne den Kader grundlegend umzubauen.
Philadelphia ist der Joker. Jaylen Brown neben einem gesunden Joel Embiid – das wäre auf dem Papier ein kaum zu übertreffendes Duo für James’ letzte Kapitel.
Die Entscheidung naht
James hat keinen öffentlichen Zeitplan genannt. Beim Fanatics Fest NYC ließ er aber durchblicken: “Ich werde euch nicht mehr zu lange warten lassen.”
Golden State und Minnesota bleiben im Hintergrund. Falls ein Davis-Trade klappt, könnten sich die Warriors zurückmelden – die Zeit wird aber knapper.
Wenn James entscheidet, dürfte sich das Kräfteverhältnis in mindestens einer Conference grundlegend verschieben.
Was bleibt: Ohne einen Anthony-Davis-Trade dürfte es Cleveland, Miami oder Philadelphia sein – nicht Golden State.
Quellen: ESPN NBA Buzz | ESPN McMenamin
[Update – 21. Juli 2026] ESPN-Insider Shams Charania bestätigte am Dienstag, dass es für LeBron James nun „Decision Time” sei. Alle fünf verbliebenen Interessenten, Cavaliers, Heat, 76ers, Warriors und Timberwolves, hätten ihre Präsentationen abgeschlossen. Rich Paul sagte, alle notwendigen Informationen lägen nun vor. James sei laut Yahoo Sports bereit, einen Veteran-Minimum-Vertrag von rund 3,9 Millionen Dollar zu akzeptieren. Einen konkreten Zeitrahmen für die Entscheidung gibt es nicht. Cleveland bleibt in Vorhersagemärkten der Favorit.
