Verletzungen

Suns-Center Williams nach Schulter-OP bis Februar raus

Phoenix-Center Mark Williams hat sich das linke Schulter-Labrum gerissen. Die Suns müssen mindestens fünf Monate auf ihn verzichten.

Suns-Center Williams nach Schulter-OP bis Februar raus
Photo: Enrique Pesantes / Wikimedia Commons (CC0)

Die Phoenix Suns hatten ihre Saison 2026/27 mit Mark Williams als Fixpunkt im Inneren geplant. Dieser Plan ist nun ins Wanken geraten.

Williams unterzog sich am Donnerstag, dem 11. September, einer Operation an seiner linken Schulter, um ein gerissenes Labrum zu reparieren. Die Verletzung erlitt er während eines individuellen Trainings in der Offseason. Der Eingriff verlief erfolgreich – die Erholungszeit ist jedoch lang: Mindestens fünf Monate gelten als realistisch, was eine Rückkehr etwa Mitte Februar bedeutet, voraussichtlich nach dem All-Star-Wochenende.

Der Saisonstart ist der 21. Oktober. Williams wird nicht dabei sein.

Hiobsbotschaft vor dem ersten Tip-off

Der 2,13 Meter große Center kam im Sommer per Trade von den Charlotte Hornets zu Phoenix – die Suns gaben Vasilije Micić und künftige Picks ab. Die Zahlen aus der vergangenen Saison sprachen für sich: 15,3 Punkte, 10,2 Rebounds und 1,2 Blocks im Schnitt, Werte, die ihn zu einem der produktivsten jungen Big Men der Liga machten.

Das Problem war stets die Verfügbarkeit. In drei NBA-Spielzeiten absolvierte Williams nur 106 Partien. Phoenix wettete auf sein Potenzial und nahm das Risiko in Kauf. Diese Wette hat nun eine Verzögerung von fünf Monaten.

Eine Labrumreparatur erfordert typischerweise vier bis sechs Wochen Ruhigstellung, gefolgt von einem schrittweisen Aufbautraining. Spieler kehren von einem solchen Eingriff selten früher zurück. Februar ist der früheste realistische Termin. März bleibt möglich.

Wer springt ein?

Phoenix ist im Centerbereich nicht schutzlos. Oso Ighodaro, der sich in seiner zweiten Saison Rotationsminuten erarbeitet hatte, rückt in die Starting Five. Zudem verpflichteten die Suns Khaman Maluach – den 2,13-Meter-Rookie aus Duke, den sie beim Draft 2026 an Position 10 auswählten. Er wird deutlich früher als geplant gefordert sein.

Ob dieses Duo die ersten vier Monate in der kompetitiven Western Conference überbrücken kann, ist die entscheidende Frage. Die Suns können sich keinen schwachen Start leisten, während Williams in der Reha ist.

Laut NBA.com sprachen die Suns lediglich von einer “längeren Ausfallzeit”. Der Phoenix-Reporter John Gambadoro nennt fünf Monate als Schätzwert – was auf eine Rückkehr nach der All-Star-Pause hindeutet. Yahoo Sports bestätigte, dass die Operation am Donnerstag stattfand.

Für Williams ist es ein weiteres Kapitel in einer Karriere, die stets mehr versprach als sie bisher einlöste – nicht wegen mangelnden Talents, sondern wegen mangelnder Spielzeit. Drei Spielzeiten, 106 Einsätze. Die Schulter wird heilen. Ob Phoenix in der Zwischenzeit den Anschluss hält, steht auf einem anderen Blatt.

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