Die Uhr tickt – und Denver muss handeln.
Spencer Jones hat ein Offer Sheet über zwei Jahre und 12 Millionen Dollar bei Oklahoma City unterschrieben, wie ESPN-Insider Shams Charania berichtet. Als Restricted Free Agent können die Denver Nuggets das Angebot matchen – müssen dies aber bis 23:59 Uhr Ortszeit New York am Sonntag tun. Reagieren sie nicht, wechselt Jones zu den Thunder.
Warum OKC Jones will
Der 25-jährige Forward lieferte in der vergangenen Saison solide Werte: 5,5 Punkte, 3,3 Rebounds, 22,1 Minuten Einsatzzeit. Seine Trefferquote von 39,6 % von der Dreierlinie ist respektabel – entscheidend aber sind seine Playoff-Zahlen: Jones traf in der Postseason 69,2 % seiner Dreier. Eine außergewöhnliche Rate, die OKC-Verantwortliche sofort aufhorchen ließ.
Die Thunder hatten sich gezielt Platz geschaffen: Am 19. Juli wurde Lu Dort zu den Atlanta Hawks getradet, womit der 15. und letzte Roster-Platz frei wurde. Die Finanzierung läuft über die Taxpayer Mid-Level Exception – begrenzt, aber ausreichend für einen kalkulierten Griff nach einem der effizientesten Off-Ball-Schützen des Markts.
Das Dilemma der Nuggets
Denver muss abwägen. Jones steht für günstigen, zweiseitigen Flügel-Einsatz – genau die Kategorie, mit der Titelkandidaten ihren Kader abrunden. Gleichzeitig haben die Nuggets in diesem Sommer Alpha Diallo aus der EuroLeague verpflichtet. Ob Jones in diese Planungen passt und ob 6 Millionen Dollar pro Saison für einen Rollenspieler eine vertretbare Gehaltslast darstellt, entscheidet Denver in wenigen Stunden.
Matchen die Nuggets nicht, bekommt OKC einen 25-jährigen Schützen, der unter Druck liefert – für einen der günstigsten Verträge im aktuellen Markt. Die Entscheidung liegt in Denver.
Quellen: ESPN (Shams Charania), Yahoo Sports
[Update – 27. Juli 2026] Die Denver Nuggets haben das Offer Sheet der Oklahoma City Thunder gematcht und behalten Spencer Jones mit einem Zweijahresvertrag über 12 Millionen Dollar, wie ESPN-Insider Shams Charania berichtete. Die Entscheidung fiel innerhalb von 48 Stunden. Mit dem Matching treten die Nuggets in den Second Apron ein, wodurch die Luxussteuer von rund 36 auf 68 Millionen Dollar ansteigt. Denver nimmt die finanzielle Belastung in Kauf, um den Distanzspezialisten (41,2 % Dreierquote) zu halten. NBC Sports
