Hiobsbotschaft aus Portland: Shaedon Sharpe hat sich bei einem individuellen Offseason-Training den Meniskus im rechten Knie gerissen und wird den Trail Blazers rund sechs Monate fehlen. Das berichtet ESPN. Die Operation ist für diese Woche geplant, eine Rückkehr vor Ende Februar 2027 gilt als ausgeschlossen.
Kein Kontakt, kein Spiel
Sharpe zog sich die Verletzung ohne Fremdeinwirkung zu – beim Solo-Training, weit ab vom Mannschaftsbetrieb. Laut NBA.com soll der Eingriff noch in dieser Woche stattfinden, die Reha-Prognose liegt bei sechs Monaten.
Ein Rückschlag zum schlechtesten Zeitpunkt
Sharpe, 23, hatte die Saison 2025/26 als bester Scorer seiner Karriere abgeschlossen: 20,8 Punkte und 4,3 Rebounds im Schnitt in 50 Spielen. Als Nummer-7-Pick des Drafts 2022 hatte er sich endlich als feste Größe in Portland etabliert. Die Blazers hatten für 2026/27 fest mit ihm geplant. Diese Planung steht nun auf wackligen Beinen.
Ohne Sharpe wird Portland die ersten 40 bis 45 Spiele der neuen Saison bestreiten müssen – eine Strecke, die das Team nach der Playoff-Rückkehr der Vorsaison empfindlich trifft. Routiniers wie Ja Morant, Damian Lillard und Jrue Holiday werden deutlich mehr Verantwortung übernehmen müssen.
Training Camp ohne ihren Besten
Die Trainingslager öffnen am 29. September. Sharpe wird zu diesem Zeitpunkt noch mitten in der Reha stecken, weit entfernt von Mannschaftstraining oder Spielbetrieb. Übereinstimmenden US-Medienberichten zufolge ist die Organisation grundsätzlich optimistisch, was seine vollständige Genesung angeht: Meniskusoperationen haben heute hohe Erfolgsquoten, und sein Alter spricht klar für ihn. Doch sechs Monate sind sechs Monate – und Portland braucht jeden Zähler, den Sharpe normalerweise liefert.
