Playoffs

NBA Finals: Brunson-Show führt Knicks zum Comeback-Sieg in Game 1

Jalen Brunson erzielte 13 seiner 30 Zähler im Schlussabschnitt und führte New York von 14 Punkten Rückstand zum 105:95-Sieg in Game 1 der NBA Finals.

NBA Finals: Brunson-Show führt Knicks zum Comeback-Sieg in Game 1
Photo: Skywalkerr42 / Wikimedia Commons (CC0)

Es war ein echter Krimi im AT&T Center. Die New York Knicks lagen in der zweiten Hälfte mit 14 Punkten zurück, Jalen Brunson kämpfte mit den Folgen einer Knieverletzung aus dem ersten Viertel, und Victor Wembanyama sammelte unaufhörlich Punkte. Dann drehte Brunson auf.

Brunson hatte sich im ersten Viertel bei einem Kontakt das Knie verdreht, war kurz in der Kabine und kehrte zurück – ohne dass sein Spiel darunter zu leiden schien. Er verbuchte 4 Zähler im ersten, 9 im zweiten und 4 im dritten Viertel, ehe er im Schlussabschnitt zur entscheidenden Figur wurde.

Endstand: 105:95 für New York, 1:0 in der Serie. Brunson beendete die Partie mit 30 Punkten (12/31 FG, 4/4 FT), darunter 13 Zähler allein im vierten Viertel. Sein einziger Dreier der Nacht – bei noch zwei Minuten auf der Uhr – brachte die Knicks endgültig in Führung.

30 Punkte in einem Finals-Game-1: Zuletzt erzielte ein Knicks-Spieler in dieser Situation mehr – Willis Reed traf 37 im Jahr 1970.

Towns und Hart – im Hintergrund, aber entscheidend

Karl-Anthony Towns steuerte 18 Punkte und 12 Rebounds bei und behauptete sich im Duell gegen Wembanyamas Spurs unter dem Korb. Josh Hart lieferte die Statistikzeile, die keine Schlagzeilen macht, aber Serien entscheidet: 15 Rebounds, 6 Assists, 4 Steals.

Die Knicks lagen im dritten Viertel noch 14 Punkte zurück. Brunson kam bei 7:37 verbleibender Spielzeit im Schlussabschnitt bei einem Gleichstand zurück auf das Parkett. Was folgte: 13 Punkte, eine gestohlene Partie und ein 1:0 in der Serie.

Zwölf Siege am Stück – und eine historische Parallele, die San Antonio schmerzt

Mit diesem Sieg stehen die Knicks bei zwölf aufeinanderfolgenden Playoff-Siegen, dem zweitlängsten Lauf in einem einzigen NBA-Postseason, hinter den Golden State Warriors von 2017 (15 Siege). Die einschlägige Parallele aus der Geschichte: Das einzige andere Team mit zwölf Siegen am Stück in einem Postseason waren die San Antonio Spurs von 1999 – deren elfter und zwölfter Sieg fielen damals ausgerechnet gegen die Knicks in den Finals.

Über diese zwölf Partien haben die Knicks ihre Gegner um insgesamt 272 Punkte übertroffen – 30 mehr als Golden State bei seiner 15-Siege-Serie 2017, wie NBA.com berichtet.

Wembanyama: Zähler auf dem Zettel, Effizienz nicht

Victor Wembanyama verbuchte 26 Punkte und 12 Rebounds in seinem ersten NBA-Finals-Auftritt, traf aber nur 6 von 21 Wurfversuchen. Ein Ball streifte die Oberkante des Bretts. Für einen Spieler, der die ersten beiden Playoff-Runden dominiert hatte, war es eine ungewohnt fehlerhafte Nacht.

Die Spurs fanden sich in guten Abschlusspositionen. Konsequenter abzuschließen wird die Schlüsselaufgabe vor Game 2 sein, das am Freitag, den 5. Juni, in San Antonio stattfindet, wie ESPN mitteilt.

New Yorks letzter Meistertitel liegt im Jahr 1973. Zwölf Schritte in Richtung Ende dieser Durststrecke hat diese Mannschaft bereits gemacht.

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