LeBron James nannte es seine “letzte Entscheidung.” Mit 41 Jahren, nach 22 Saisons und vier Meisterschaften, unterschrieb er bei den Philadelphia 76ers – zwei Jahre, 8 Millionen Dollar, Spieleroption. Er verzichtete auf den Rücktritt. Er verließ Los Angeles. Er will neben Joel Embiid und Jaylen Brown spielen.
Wie ESPN berichtete, sei dies der Abschluss einer intensiven Überlegungsphase, bei der James “ernsthaft über das Ende seiner Karriere nachgedacht” habe. Philadelphia schaffte es, ihn zu überzeugen.
Was dieses Team wirklich ist
Embiid ist zweifacher MVP und, wenn er gesund ist, einer der drei besten Center weltweit. Brown (26,7 Punkte, 6,9 Rebounds im letzten Jahr) kam per Trade aus Boston – ein 29-jähriger All-Star-Flügelspieler auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Und dann James, 41, der nach einem weiteren Titel greift.
Auf dem Papier ergänzen sich die Stücke. Embiid im Post, Brown als vielseitiger Spielmacher und Verteidiger, James als Regisseur. Die Quoten sagen +900 auf den Titel – identisch mit den regierenden Meistern, den New York Knicks.
Embiids Gesundheit: Die entscheidende Variable
Joel Embiid ist außergewöhnlich, wenn er spielt. Das Problem: Er hat seit Jahren keine vollständige Saison gespielt. Knieprobleme, Meniskus-OP, Gesichtsbrüche – seine Verletzungshistorie begleitet seine statistischen Leistungen Schritt für Schritt.
James akzeptierte einen enormen Gehaltsrückgang (von rund 53 Millionen auf etwa 4 Millionen Dollar in 2026/27), um dieses Projekt zu ermöglichen. Er zeigte in seiner letzten Saison bei den Lakers noch immer außergewöhnliche Sequenzen. Aber auch James mit 41 kann ein Team nicht alleine durch eine Playoff-Strecke tragen, wenn Embiid fehlt.
Ein Experiment, das die ganze Ostkonferenz verfolgt
Thunder und Spurs führen bei +260. Die Sixers und Knicks liegen bei +900. Diese Zahl spiegelt beides wider: das enorme Potenzial – drei echte Stars auf einem Roster – und das Risiko. Eine Embiid-Verletzung im März, und die Gleichung bricht zusammen.
Browns Ankunft aus Boston bringt eine defensive Vielseitigkeit, die Philadelphia lange fehlte. Ob er und Embiid im Halbfeld harmonieren – beide wollen den Ball in Spielsituationen – wird die Stärke dieser Mannschaft bestimmen. Und wie James und Brown neben Embiid koexistieren, ist eine Kombination, die die NBA so noch nicht gesehen hat.
Ob es funktioniert, ist die interessanteste Frage im Osten dieser Saison. Training Camp: 29. September 2026.
