Zach LaVine hat seine Player Option über 49 Millionen Dollar für die Saison 2026/27 gezogen – und bleibt damit bei den Sacramento Kings. Und doch ist diese Entscheidung alles andere als ein Neubeginn.
Die Kings hatten LaVine bereits vor Monaten klar signalisiert, dass er keine langfristige Perspektive in Sacramento hat und dass eine Vertragsverlängerung nicht infrage kommt, wie ESPN-Insider Shams Charania berichtet. Vor Ablauf der Frist war die Franchise noch bereit gewesen, einen Sign-and-Trade zu ermöglichen. Dieser Weg ist nun versperrt.
Kein Buyout in diesem Sommer
An einen Buyout denkt Sacramento derzeit nicht. Laut Sac Town Sports plant das Team, LaVine ins Training Camp mitzunehmen. Das wäre auch wirtschaftlich kaum sinnvoll: ein auslaufender Vertrag über 49 Millionen Dollar ist eine wertvolle Handelsware für die Trade Deadline.
Der wahrscheinlichste Weg aus diesem Dilemma führt über die Trade Deadline im Februar. Dann suchen Playoff-Anwärter nach einem Scorer-Upgrade – und LaVines Name wird ganz oben auf den Listen stehen. Die Kings sind in keiner Panik; sie haben diese Situation bewusst einkalkuliert.
Ein Vertragsjahr als letztes Argument
LaVine, 31, wechselte via Trade von den Chicago Bulls zu den Kings, wo er seinen Ruf als einer der zuverlässigsten Scorer der Liga aufgebaut hatte. Mehrere Saisons in Folge mit mehr als 20 Punkten pro Spiel belegen seine Klasse. Die Chemie in Sacramento hat trotzdem nie wirklich gestimmt.
In seinem letzten Vertragsjahr vor der Free Agency ist seine Motivation unmittelbar: Leistung bringen, Markt schaffen, nächsten Vertrag sichern. Spieler in dieser Situation zeigen oft ihre besten Saisons. Das ist keine Ausnahme – das ist die Regel.
Auch aus Sicht der Kings passt sich die Lage. Ein auslaufender Vertrag mit einem produktiven Scorer bleibt zu jedem Zeitpunkt tradebar. Sacramento hat die Flexibilität, ohne unter Druck zu stehen – das Front Office kann abwarten, bis der richtige Abnehmer kommt.
Fazit
LaVine ist für eine weitere Saison in Sacramento – auf Zeit. Wenn die Trade Deadline naht und ein Playoff-Anwärter einen Scorer sucht, wird sein Name fallen. Für dieses Szenario haben die Kings sich das Fundament selbst gebaut.
Quellen: ESPN (Shams Charania), Sac Town Sports, Hoops Rumors
