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Kawhi-Affäre: geheimer Deal mit Intuit-Dome-Hersteller Daktronics

Ein neuer Bericht enthüllt: Kawhi Leonard hatte einen nicht deklarierten Millionen-Deal mit Daktronics - dem Unternehmen, das das 100-Mio.-Dollar-Videoboard der Clippers baute.

Kawhi-Affäre: geheimer Deal mit Intuit-Dome-Hersteller Daktronics
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Die Affäre rund um Kawhi Leonard und die Los Angeles Clippers wird komplexer. Ein Bericht von Journalist Pablo Torre, veröffentlicht am Donnerstag, stützt sich auf mehrere Quellen aus dem Umfeld der Clippers und des Intuit-Dome-Projekts: Leonard habe demnach einen nicht deklarierten Sponsoringvertrag mit Daktronics gehabt – jenem Unternehmen, das das rund 100 Millionen Dollar teure „Halo Board” in der Halle der Clippers gebaut hat. Dem Bericht zufolge war der Deal mehrere Millionen Dollar wert. Nachweisbare Gegenleistungen seitens Leonard konnte Torre und sein Team nicht finden.

Ein zweites verstecktes Sponsoring-Arrangement

Die NBA untersucht die Clippers seit 2025, zunächst im Zusammenhang mit Leonards 28-Millionen-Dollar-Endorsement-Vertrag mit Aspiration – einem Fintech-Unternehmen, das auch einen 300-Millionen-Dollar-Deal mit dem Team hatte und in das Clippers-Eigentümer Steve Ballmer 50 Millionen Dollar investiert hatte. Ermittler sahen darin eine mögliche Struktur zur Umgehung des Salary Cap.

Der Daktronics-Fall folgt demselben Muster. Das Unternehmen aus South Dakota errichtete das Videoboard-System der Arena. Wie ESPN berichtet, wurde Leonard als bezahlter Sponsor verpflichtet – ohne erkennbare öffentlich sichtbare Gegenleistung.

Eine anonyme Quelle mit direktem Einblick in das Projekt war eindeutig: „Das war zu 1.000 Prozent ein Weg, den Salary Cap zu umgehen. Das Geld floss von den Clippers über Daktronics zu Kawhi.” Der Sprecher von Daktronics lehnte eine detaillierte Stellungnahme ab und verwies auf die laufende NBA-Untersuchung.

Der Trade steht weiter still

Gleichzeitig bleibt der am 30. Juni angekündigte Trade, der Leonard zu den Toronto Raptors bringen sollte, eingefroren. Toronto würde im Gegenzug Brandon Ingram, Gradey Dick und mehrere Erstrunden-Picks nach Los Angeles schicken. Die Raptors lehnen es jedoch ab, das finanzielle Risiko möglicher Strafen zu übernehmen, die aus dem Untersuchungsergebnis folgen könnten.

Die Untersuchung könnte sich nach früheren Berichten bis 2027 hinziehen. Die Daktronics-Enthüllung verkompliziert die Lage weiter: Entweder stärkt sie den Fall für schwere Strafen, oder sie macht eine gütliche Einigung schwieriger. Commissioner Adam Silver hat sich zu den neuen Vorwürfen nicht geäussert.

Ein Muster, das kaum zu ignorieren ist

Zwei separate Sponsoring-Arrangements – Aspiration und nun Daktronics – beide angeblich darauf ausgelegt, Gelder der Clippers-Organisation an ihren Franchise-Spieler ausserhalb des Salary Cap weiterzuleiten. Welche Sanktionen die NBA verhängen wird und wie schwer diese ausfallen – das wird sowohl die Draft-Zukunft der Clippers als auch das Schicksal des Trade-Deals mit Toronto entscheiden.

Die Enthüllungen kommen in regelmässigen Abständen. Ein Ende des Datenflusses ist nicht in Sicht. Die Liga muss nun handeln.

Quellen: ESPN, Yahoo Sports, ClutchPoints.

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