Für Jordan Miller könnte die Saison 2026/27 beendet sein, bevor sie begonnen hat. Die Los Angeles Clippers bestätigten, dass ihr Guard eine Schulter-OP hinter sich hat – gerissene Rotatorenmanschette links, entstanden während eines individuellen Offseason-Workouts. Reevaluierung in sechs Monaten, wie ESPN-Insider Shams Charania berichtete.
Sechs Monate ab Ende August bedeuten frühestens Ende Februar. Komplikationen schieben diesen Zeitpunkt weiter nach hinten – ein Ausfall über die gesamte Spielzeit ist realistisch.
Durchbruch, dann die Hiobsbotschaft
Miller, 26, kämpfte zwei Jahre lang um Einsatzzeiten, nachdem er 2023 an 48. Stelle gedraftet worden war. In der Saison 2025/26 etablierte er sich als verlässlicher Rotationsspieler auf der Flügelposition – gut genug für einen Dreijahresvertrag über 15,3 Millionen Dollar als Restricted Free Agent im Sommer. Bevor er unter diesem Vertrag ein einziges Spiel absolviert hat, versagt die Schulter.
Der Kontext verschärft die Lage. Nur wenige Tage vor Millers Diagnose hatte Bennedict Mathurin die Clippers in Richtung New Orleans verlassen – Zweijahresvertrag, 16 Millionen Dollar. Miller war als Teil der Tiefe gedacht, die diesen Abgang kompensieren sollte.
Dünne Außenrotation zum Trainingsauftakt
Head Coach Tyronn Lue steht vor dem Training Camp mit einer spürbar ausgedünnten Flügelrotation. Öffentliche Reaktionen des Front Offices blieben aus – Non-Guaranteed-Verträge und kurzfristige Verpflichtungen vor dem Saisonstart sind aber noch möglich.
Rotatorenmanschetten-OPs erfordern auf Profiniveau typischerweise sechs bis neun Monate Rehabilitation. Als realistischstes Comeback-Fenster gelten Februar oder März – spät in der Hauptrunde, aber möglicherweise noch früh genug für einen Playoff-Einsatz.
Ein Saisonausfall gilt nach aktuellem Stand nicht als ausgeschlossen.
