Am Dienstag, 23. Juni, eröffnet die NBA ihren Draft 2026 in Brooklyn. Alle Zeichen deuten auf AJ Dybantsa als ersten Pick der Washington Wizards hin. Die eigentliche Frage dreht sich nicht mehr um die Reihenfolge – sie dreht sich darum, wie weit das Potenzial dieses Spielers reicht.
Dybantsa misst 2,05 Meter, hat eine Spannweite von 2,11 Meter und erzielte in seiner einzigen College-Saison an der BYU University durchschnittlich 25,5 Punkte, 6,8 Rebounds, 3,7 Assists und 1,1 Steals bei einer Wurfquote von 51,0% aus dem Feld und 33,1% von der Dreierlinie in 35 Starts. Seine 894 Punkte in der Saison 2025/26 zählen zu den dritthöchsten, die ein Freshman in der Geschichte der Division I erzielt hat.
Ein Wing, der alles kann
Die ESPN-Experten Tim Bontemps und Jeremy Woo vergleichen ihn im besten Fall mit einem „überlegenen Jaylen Brown” – als Untergrenze gilt ein „besserer RJ Barrett”. NBADraft.net nennt Tracy McGrady als Referenz für den Offensivinstinkt sowie Scottie Pippen für die Vielseitigkeit. Auch Vergleiche mit Cooper Flagg, dem Pick Nummer 1 aus dem Vorjahr, tauchen in Scouting-Berichten auf: ähnliches Spielgefühl, ähnliche Kreativität als Point Forward.
Sein Fit bei Washington leuchtet ein. Trae Young übernimmt die Spielorganisation, Anthony Davis dominiert die Zone. Dybantsa würde das Trio als Wing-Creator und Dreierschütze ergänzen. Der Prospect traf sich vergangene Woche mit dem Front Office der Wizards; übereinstimmenden US-Medienberichten zufolge ist der Pick so gut wie sicher. Wettmärkte sehen ihn mit rund 80% Wahrscheinlichkeit vorne.
Die offene Frage: Defensive
Scout-Berichte verweisen auf einen wiederkehrenden Schwachpunkt: mangelnde Defensivdisziplin. Dybantsa kämpft selten konsequent über Screens, verfolgt Dreierschützen in den Ecken nicht immer und spielt körperlich zu aufrecht gegen schnelle Aufbauspieler. Bei einer Spannweite von 2,11 Meter wäre sein Defensivpotenzial erheblich – ob er es in der NBA abruft, entscheidet er selbst.
Mit 18 Jahren sind das korrigierbare Gewohnheiten. Wegzureden sind sie nicht.
Fazit
Der Draft 2026 hat keinen zweiten Kandidaten auf Dybantsa-Niveau. Washington holt sich am Dienstag aller Voraussicht nach einen Franchise-Player und setzt einen Offseason-Umbau fort, der bereits Trae Young und Anthony Davis umfasst. Wie weit Dybantsa geht, entscheidet sich auf der defensiven Seite des Felds.
Der Draft beginnt am Dienstag, 23. Juni, um 20:00 Uhr ET auf ESPN.
Quellen: Yahoo Sports, CBS Sports, wie NBADraft.net berichtet
