Steve Ballmer lenkte ein. Am Sonntag akzeptierte der Eigentümer der Los Angeles Clippers offiziell die NBA-Strafe im Zusammenhang mit dem Kawhi-Leonard-Fall — und entschuldigte sich öffentlich.
„Ich möchte mich bei unseren Fans, unserem Personal und den anderen Teameigentümern für die Ablenkung und den Schaden entschuldigen, den diese Angelegenheit verursacht hat”, erklärte Ballmer, wie NBA.com berichtet. Die Franchise habe die Geldstrafe von 30 Millionen Dollar bezahlt und werde nach vorne schauen.
Die Strafen im Überblick
Die NBA hatte ihr Urteil am 2. September verkündet, nach einer Untersuchung, die im September 2025 begann. Im Kern stand ein 28-Millionen-Dollar-Endorsementvertrag zwischen Leonard und Aspiration Fund Adviser LLC — einer Gesellschaft, die inzwischen Insolvenz angemeldet hat. Die Liga kam zu dem Schluss, dass der Vertrag den Salary Cap umging.
Die Strafen sind weitreichend: 30 Millionen Dollar Geldbuße für die Clippers, dazu fünf konfiszierte Erstrundenpicks. Ballmer ist für die gesamte Saison 2026/27 suspendiert — ohne jegliche Beteiligung an Franchise-Entscheidungen. Gillian Zucker, die Teampräsidentin, erhielt dieselbe einjährige Sperre. Lawrence Frank, Chef der Basketballabteilung, wurde für sechs Monate gesperrt. Leonard persönlich wurde mit 700.000 Dollar belastet.
Eine Franchise vor dem Neustart
Die Clippers starten in die Saison 2026/27 ohne ihren Superstar, ohne ihren Eigentümer und mit deutlich weniger Draftkapital. Das ist eine Hiobsbotschaft — auch für eine Franchise mit einem Marktwert von mehreren Milliarden Dollar.
Kurzzeitig deutete sich an, dass die Clippers die Strafe anfechten wollten. Diese Option ist vom Tisch. Mit der Zahlung und der Annahme der Sanktionen erkennt die Organisation die Verstöße an. Für die NBA ist die Botschaft klar: Cap-Umgehung wird bestraft — unabhängig davon, wie das Konstrukt rechtlich verkleidet wurde.
