Austin Reaves bleibt bei den Los Angeles Lakers – und setzt dabei einen historischen Maßstab. Wie NBA.com und mehrere US-Medien übereinstimmend berichten, einigte sich der Guard auf einen Vierjahresvertrag über 185 Millionen Dollar, inklusive Spieleroption für die Saison 2029/30. Es ist der größte Vertrag, den ein ungedrafteter Spieler in der NBA-Geschichte je unterzeichnet hat.
Der bisherige Rekord gehörte Duncan Robinson, der 2020 bei den Miami Heat 90 Millionen Dollar erhielt. Reaves hat diesen Wert mehr als verdoppelt – eine Zahl, die vor fünf Jahren niemand für möglich gehalten hätte, als er nach dem Draft aus Oklahoma ohne Vertrag dastand.
Fünf Saisons, fünf Schritte nach vorn
Die Entwicklung ist bemerkenswert: Von 4,4 Punkten pro Spiel als Rookie bis zu 20 Zählern im Playoff-Run 2026 steigerte Reaves seine Scoring-Quote in jeder seiner fünf NBA-Saisons. Wurfschärfe aus dem Dribbling, Bewegung ohne Ball, solide Verteidigung auf mehreren Positionen – er baute sein Profil Stück für Stück auf, ohne auf einen einzigen Durchbruchsmoment angewiesen zu sein.
Ab der dritten Saison schloss er Playoff-Spiele für die Lakers. In der fünften erhielt er Max-Angebote von Konkurrenten. Der Weg war gradlinig, wenn auch unspektakulär – genau das, was dauerhaften Wert erzeugt.
Brooklyn wollte, Los Angeles behielt
Die Brooklyn Nets sollen laut Berichten bereit gewesen sein, 178 Millionen Dollar zu bieten, um Reaves abzuwerben. Die Lakers nutzten ihr exklusives Verhandlungsfenster und boten 185 Millionen. Die Spieleroption im letzten Vertragsjahr gibt Reaves die Möglichkeit, 2029 erneut auf den Markt zu gehen – eine Klausel, die bei einem Spieler mit aufsteigender Kurve kaum überrascht.
Für die Lakers-Kader-Planung ändert sich laut ESPN wenig: Los Angeles hatte bereits das Cap Hold von Reaves (rund 20,9 Millionen Dollar) in seiner Kalkulation berücksichtigt, nicht das volle Jahresgehalt des neuen Deals. Das Front Office behält Flexibilität für weitere Free-Agency-Bewegungen.
Was dieser Vertrag über den Draft aussagt
Der Abstand zwischen Robinsons Rekord (90 Mio.) und Reaves’ Vertrag (185 Mio.) zeigt, wie sehr sich die Liga verändert hat. Der Draft filtert Talent nicht mehr so zuverlässig wie früher. Wer durch das Netz fällt, kann trotzdem ganz oben ankommen – vorausgesetzt, er arbeitet so wie Reaves es getan hat.
Fünf Jahre nach seinem Two-Way-Vertrag als Undraftierter hält er nun den größten Kontrakt dieser Art in der Geschichte der Franchise – und der NBA insgesamt. Los Angeles zahlt einen Eckpfeiler. Er hat diesen Status verdient.
Quellen: NBA.com, CBS Sports
