Der Blockbuster-Deal bleibt aus. Walker Kessler hat das Angebot der Utah Jazz über fünf Jahre und 140 Millionen Dollar abgelehnt, wie ESPN-Insider Tim MacMahon berichtet. Es wäre der größte Vertrag geworden, den je ein Center unterschrieben hat, ohne zuvor als All-Star nominiert worden zu sein. Kesslers Lager fordert laut Berichten deutlich mehr – rund 40 Millionen Dollar jährlich.
Der 2,13 m große Kessler wechselt als Restricted Free Agent in die Verhandlungsphase. Utah behält das Recht, jedes Angebot zu matchen, das er bis zum 6. Juli unterzeichnet. Die exklusive Verhandlungsperiode der Jazz läuft bis 30. Juni; ab 1. Juli dürfen andere Teams erste Gespräche führen.
Hiobsbotschaft für den Wiederaufbau
Kesslers Wert ist messbar: In der Saison 2024/25 belegte er Rang zwei in der NBA bei den Blocks (2,4) und Rang fünf bei den Rebounds (12,2), bei 11,1 Zählern im Schnitt. 2025/26 beschränkten sich seine Einsätze wegen einer Schulter-OP auf fünf Spiele.
Hinter dem Stillstand steckt ein grundsätzlicher Dissens: Kesslers Seite sieht in seiner Rolle als einer der besten Rim Protector der Liga einen Maximalvertrag als gerechtfertigt an. Utah entgegnet, dass 140 Millionen für einen Spieler ohne All-Star-Erfahrung bereits historisch wären.
Lakers und Bulls im Hintergrund
Die Los Angeles Lakers, die Chicago Bulls und die Atlanta Hawks sollen an Kessler interessiert sein, falls sich keine Einigung abzeichnet. Parallel laufen die Gespräche über eine Rookie-Vertragsverlängerung mit Guard Keyonte George nach seiner starken Saison (23,6 Punkte, 6,1 Assists) ins Stocken. Dazu kommt der zweite Draft-Pick der Jazz – insgesamt ein unruhiger Sommer an den Ufern des Großen Salzsees.
