In Dallas beginnt eine neue Ära. Die Mavericks und Head Coach Jason Kidd haben sich am Dienstag in gegenseitigem Einvernehmen getrennt – nur 15 Tage, nachdem die Franchise Masai Ujiri als neuen Basketball-Chef verpflichtet hatte. Der Bruch kam nicht überraschend.
Kidd, Hall of Famer und ehemaliger Point Guard, beendet seine Zeit in Dallas mit einer Bilanz von 205 Siegen und 205 Niederlagen in fünf Saisons. Sein Weg schloss eine NBA-Finals-Teilnahme 2024 ein – und ein ernüchterndes 26-56 in der Saison 2025/26, als direkte Folge des Luka-Doncic-Trades.
Die Hintergründe
Ujiri übernahm mit einem klaren Mandat: alles evaluieren. Kidd hatte nach der Entlassung von General Manager Nico Harrison im November auf einen Aufstieg ins Front Office gehofft. Eigentümer Patrick Dumont machte jedoch frühzeitig klar, dass für Kidd keine Führungsrolle vorgesehen sei.
Wie CBS Sports und ESPN übereinstimmend berichten, war Kidd in den Prozess, der zu Ujiris Einstellung führte, nicht eingebunden. Ein Trainer ohne echten Rückhalt unter einem neuen Chef mit freier Hand – das war auf Dauer nicht tragbar.
Was nun in Dallas?
Kidd hatte noch vier Jahre und mehr als 40 Millionen Dollar auf seinem Vertrag – eine Ablösesumme, die Dallas wohl in weiten Teilen schuldet. Die Mavericks gesellen sich zu den rund sechs Teams, die in diesem Sommer einen neuen Trainer suchen.
Der neue Coach übernimmt eine Franchise mit Perspektive. Dallas besitzt den ersten Pick im nächsten Draft, und Cooper Flagg wurde bereits als Rookie des Jahres 2025/26 ausgezeichnet – nach einer historischen Saison in Texas. Wer Ujiri als neuen Trainer verpflichtet, bekommt einen jungen Franchise-Star, den Top-Pick und ein von Grund auf neu aufgestelltes Front Office.
Kidd, 53, ist einer der erfahrensten Coaches der jüngeren NBA-Geschichte. Sein Abgang ist weniger ein Urteil über seine Arbeit als die logische Konsequenz eines Neubeginns – der in dem Moment begann, als Ujiri unterschrieb.
Quellen: ESPN, CBS Sports, NBC Sports
