Playoffs

Harper und Williams verletzt: Thunder gleichen WCF-Serie aus (122:113)

Oklahoma City glich die Western Conference Finals mit einem 122:113 aus, aber die Verletzungen von Jalen Williams und Dylan Harper überschatteten den Sieg. Wembanyama mit 21 Punkten, 17 Rebounds, 6 Assists und 4 Blocks.

Harper und Williams verletzt: Thunder gleichen WCF-Serie aus (122:113)
Photo: Cltjames / Wikimedia Commons (CC0)

Die Western Conference Finals werden zum Kräftemessen mit schrumpfenden Kadern. Oklahoma City gewann Game 2 mit 122:113 gegen San Antonio und glich die Serie auf 1:1 aus – aber die entscheidende Nachricht des Abends kam nicht vom Scoreboard.

Jalen Williams verließ das Parkett bereits im ersten Viertel mit Oberschenkelproblemen links und kehrte nicht zurück. Dylan Harper, der für den angeschlagenen De’Aaron Fox in der Starting Five begann, musste im dritten Viertel mit einer rechten Oberschenkelzerrung in die Kabine. Er spielte nicht mehr. Bei den Spurs stand am Ende fast nur noch Wembanyama.

SGA führt OKC auch ohne Williams

Shai Gilgeous-Alexander (30 Punkte, 9 Assists) war das gewohnte Bild: kontrolliert, effizient, unerschütterlich – selbst nachdem sein wichtigster Mitspieler in den ersten Minuten ausfiel. Chet Holmgren, Isaiah Hartenstein und Cason Wallace füllten die Lücke. Oklahoma City gewann ohne ihn. Die Frage ist, wie teuer diese Erkenntnis für Williams wird.

Laut übereinstimmenden US-Medienberichten ist für Donnerstag eine MRT-Untersuchung angesetzt, um den Schaden am linken Oberschenkel zu evaluieren. Die Sorge ist berechtigt: Williams fehlte in der zweiten Runde gegen die Lakers mit derselben Verletzung die gesamte Serie.

Wembanyama – starke Linie, trotzdem Niederlage

Victor Wembanyama erzielte 21 Punkte, holte 17 Rebounds, legte 6 Assists auf und verzeichnete 4 Blocks in 37 Minuten. Zahlen, die normalerweise für einen Sieg reichen. Nicht in dieser Nacht. Die Spurs leisteten sich 21 Ballverluste – fast doppelt so viele wie Oklahoma City (9) – und kassierten 26 Punkte daraus.

„Nicht gut”, sagte Wembanyama laut Clutchpoints über den Umgang seines Teams mit dem Defensivdruck der Thunder. „Wir müssen unsere Ballführer mehr unterstützen und besser auf den Ball aufpassen.” Das Frustrierendste sei es gewesen, „so viel Energie aufzuwenden, den Rückstand aufzuholen, und das Spiel dann doch zu verlieren.”

Fox fehlt nun im zweiten Spiel in Folge wegen einer Sprunggelenksverletzung rechts, ohne bestätigte Rückkehroption. San Antonio hat drei verletzte Guards in derselben Serie.

Wie geht es weiter?

Die Serie wechselt nach San Antonio. Die Spurs haben Heimvorteil – aber ob sie die nötige Besetzung haben, um davon zu profitieren, ist offen. Oklahoma City hat gezeigt, dass es ohne Williams gewinnen kann. San Antonio hat das ohne Fox und nun auch ohne Harper bisher nicht bewiesen. Diese Asymmetrie wird die nächsten Spiele prägen.

Was bleibt

  • SGA war unaufhaltbar. 30 Punkte, 9 Assists – selbst nachdem sein bester Mitspieler in den ersten Minuten ausschied.
  • Wembanyamas 21-17-6-4 reichte nicht. 21 Ballverluste gegen 9 – das war die eigentliche Niederlage.
  • Das MRT am Donnerstag. Williams’ Befund ist die wichtigste medizinische Nachricht der NBA-Woche.

Quellen: ESPN, Clutchpoints, NBA.com

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