Mit 7:52 Minuten verbleibender Spielzeit im letzten Viertel führten die Cleveland Cavaliers 93:71. Was danach folgte, gehört zu den dramatischsten Szenen der NBA-Playoff-Geschichte: Die New York Knicks erzielten 44 Punkte in den letzten 7:40 Minuten und der Overtime und gewannen Spiel 1 der Eastern Conference Finals 115:104 nach Verlängerung.
Hauptdarsteller war Jalen Brunson (38 Punkte, 6 Assists, 5 Rebounds, 3 Steals). Er erzielte 17 seiner 38 Zähler in der Schlussphase, glich mit einem Korbleger auf 101:101 aus – 19 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit – und führte die Knicks zu einem historischen Erfolg.
Cleveland kollabiert im entscheidenden Moment
Donovan Mitchell (29 Punkte) hatte die Cavaliers souverän durch die ersten drei Viertel geführt. Sein letzter Treffer fiel bei 8:19 verbleibender Zeit im Schlussviertel. Danach trafen die Cavs nur 22 Prozent ihrer Würfe – lange Phasen ohne Punkte, während die Knicks mit jedem Angriff näher kamen.
Brunson war laut ESPN an 23 der letzten 32 New-Yorker Zähler in der regulären Spielzeit direkt beteiligt. Cleveland fand keine Antwort auf seinen Rhythmusmittelwurf, seine Drives zur Zone oder seine Sicherheit an der Freiwurflinie. Die Stimmung im Madison Square Garden stieg mit jedem Treffer lauter an.
„Wir sind eine widerstandsähige Gruppe“, sagte Head Coach Tom Thibodeau nach dem Spiel, wie NBA.com berichtet. „Wir haben einfach weiter gekämpft.“
Ein historischer Abend
Der 44:11-Lauf ist das größte Comeback in der Playoff-Geschichte der Knicks und das zweitgrößte Schlussviertel-Comeback der NBA-Statistik-Ära. Dazu ein weiteres Kuriosum: Am Vorabend hatten die San Antonio Spurs den WCF-Opener ebenfalls erst nach zwei Verlängerungen gewonnen. Zum ersten Mal in der NBA-Geschichte gingen damit beide Spiel-1-Partien der Conference Finals in die Overtime.
OG Anunoby stand nach seiner Verletzungspause in der Startaufstellung und erfüllte auf beiden Seiten des Parketts seine Rolle. Das Spiel gehörte jedoch Brunson.
Wie geht es weiter?
Spiel 2 findet am Donnerstag, dem 21. Mai 2026, um 20:00 Uhr ET auf ESPN statt, erneut im Madison Square Garden. Cleveland braucht eine Erklärung dafür, wie man eine 22-Punkte-Führung in unter acht Minuten verspielt. Die Knicks wissen nach dieser Nacht eines mehr über sich selbst.
Was bleibt
- Historisches Comeback: New Yorks 44:11-Schlussspurt ist das größte Comeback der Knicks-Playoff-Geschichte – zweitgrößtes Schlussviertel-Comeback der Statistik-Ära.
- Brunson als Entscheider: 23 der letzten 32 Knicks-Punkte gingen auf sein Konto oder seinen Pass. Ausgleich auf 101:101 bei 19 Sekunden vor Schluss.
- Clevelands Einbruch: Mitchell (29 Punkte) traf nach 8:19 im letzten Viertel nicht mehr. Die Cavaliers trafen in der Schlussphase nur 22 Prozent ihrer Würfe.
Quellen: NBA.com-Spielbericht – ESPN Box Score
