Shai Gilgeous-Alexander ist der wertvollste Spieler der NBA-Saison 2025/26. Die Liga gab die Auszeichnung am Sonntag bekannt. Der Guard der Oklahoma City Thunder holt den Kia-MVP-Award zum zweiten Mal in Folge – eine Leistung, die in der modernen NBA nur LeBron James, Giannis Antetokounmpo und Stephen Curry zuvor gelungen war.
Gilgeous-Alexander erzielte im Schnitt 31,1 Punkte, 6,6 Assists, 4,3 Rebounds und 1,4 Steals pro Partie bei einer Feldwurfquote von 55,3 Prozent – ein Karrierebestwert. Über 127 aufeinanderfolgende Spiele scorte er mindestens 20 Punkte. 88 von 100 Wahlberechtigten setzten ihn auf Platz eins; sein Gesamtergebnis von 958 Punkten lag 300 Zähler vor Vizemeister Victor Wembanyama. Nikola Jokić belegte den dritten Rang.
Eine Saison jenseits der Statistik
Oklahoma City schloss die Regular Season mit 64 Siegen bei 18 Niederlagen ab – die beste Bilanz im Westen. Gilgeous-Alexander gewann zudem den Clutch Player of the Year Award als bester Scorer in den letzten fünf Minuten enger Partien. Die vollständigen Abstimmungsergebnisse werden laut NBA.com im Laufe der Woche veröffentlicht.
Die Thunder sind in den diesjährigen Playoffs noch ungeschlagen (8:0) und treffen ab Montag auf die San Antonio Spurs um Victor Wembanyama in den Western Conference Finals – ein Aufeinandertreffen der beiden MVP-Finalisten, das dem Serienauftakt eine besondere Note verleiht.
Jokić und Wembanyama mit starken Kandidaturen
Nikola Jokić legte erneut eine statistische Ausnahmesaison hin: 27,7 Punkte, 12,9 Rebounds und 10,7 Assists pro Spiel. Ein dritter MVP-Titel hätte ihn als alleinigen Rekordhalter in der Ligageschichte etabliert. Die Wahlleute entschieden sich dennoch für den Titelverteidiger.
Victor Wembanyama erzielte 25,0 Punkte, 11,5 Rebounds und 3,1 Blocks pro Partie. Der 22-jährige Franzose gewann die Auszeichnung als Defensive Player of the Year einstimmig – als jüngster Spieler der NBA-Geschichte. Er führte San Antonio erstmals seit 2019 wieder in die Playoffs. Wembanyamas MVP-Kandidatur dürfte in den kommenden Jahren zur ernsthaften Konkurrenz werden.
Was zwei in Folge bedeuten
Gilgeous-Alexander war 26 Jahre alt, als er seinen zweiten MVP gewann. Oklahoma City baute die Franchise um ihn herum auf, als die Thunder noch zu den schlechtesten Teams der Liga gehörten. Der Weg von der Lottery bis zum besten Team im Westen ist eine der geradlinigsten Erfolgsgeschichten der jüngeren NBA-Historie. Der nächste Akt folgt ab Montag in den Conference Finals.
