Klay Thompson verlässt Dallas und findet bei den Miami Heat eine neue sportliche Heimat. Wie ESPN und NBA.com übereinstimmend berichten, unterzeichnete der 36-Jährige am Sonntag einen Zweijahresvertrag mit einer Spieleroption im zweiten Jahr. Der Gesamtwert beläuft sich auf rund 11,5 Millionen Dollar – dazu kommt eine Trade-Klausel von 15 Prozent.
Thompson war zuvor von den Dallas Mavericks freigekauft worden. Kein anderes Team meldete Interesse an, sodass sich die Heat die Unterschrift des fünfmaligen All-Stars sichern konnten.
Ein Shooter, den die Heat dringend brauchen
Die Aufgabe ist klar: Thompson soll den Raum öffnen, den Giannis Antetokounmpo und Bam Adebayo im Angriffsspiel dauerhaft beanspruchen. Mit einer Dreierquote von 40,9 Prozent in seiner gesamten Karriere gehört der Shooting Guard zu den verlässlichsten Fernschützen der Liga-Geschichte.
Beide Angriffsspieler aus dem Frontcourt – Giannis wie Adebayo – verzichten fast vollständig auf den Dreier. Thompson übernimmt genau diese Funktion: Er wartet in den Ecken, bestraft frühe Doppelblockierungen und jeden Gegner, der seinen Fokus auf den Griechen richtet. Laut NBA.com sei der Deal nach dem Waiver-Verfahren am Sonntag offiziell geworden.
Zwei verlorene Saisons in Texas
Thompsons Zeit in Dallas wird in Erinnerung bleiben – aus den falschen Gründen. Die Mavericks verloren 99 von 164 Partien, trennten sich von Luka Dončić sowie Anthony Davis per Trade und zogen Cooper Flagg im Lottery-Draft. Thompson war nicht Teil des Problems; er war Zeuge einer beschleunigten Demontage.
Die Buyout-Einigung vom vergangenen Freitag beendet dieses Kapitel. Der frühere Warriors-Star zieht weiter, die Texaner konzentrieren sich auf ihren Neuaufbau rund um Flagg.
Spoelstras Stärke liegt in solchen Situationen
Head Coach Erik Spoelstra hat eine jahrzehntelange Tradition, Veteranen in klar definierten Rollen wieder aufzuwerten. Thompson muss in South Beach nicht mehr der Spieler von 2019 sein. Er muss gut genug schießen, um Gegner zu bestrafen – und den Rest Antetokounmpo überlassen. Für einen Vertrag dieser Größenordnung ist das Risiko begrenzt. Sollte Thompson an seine besseren Leistungen anknüpfen, gewinnt Miami einen echten Zusatzbaustein. Quellen: NBA.com, ESPN
