LeBron James spielt nächste Saison in Philadelphia.
Der 41-Jährige gab am Freitag auf X bekannt, bei den Philadelphia 76ers einen Zweijahresvertrag über insgesamt rund 7,9 Millionen Dollar zu unterzeichnen. Das entspricht einem Jahresdurchschnitt von knapp 4 Millionen Dollar – fast 49 Millionen weniger als sein letztes Gehalt bei den Los Angeles Lakers. James bezeichnete es als „meine letzte Entscheidung“, eine bewusste Anspielung auf seine berühmte „Decision“ von 2010.
Wie ESPN berichtet, hatte der viermalige MVP ernsthaft über ein Karriereende nachgedacht, bevor er sich für Philadelphia entschied. Die Jagd nach dem fünften Meistertitel gab den Ausschlag.
Kein Aufbau – direkte Titelambitionen
James kommt nicht, um ein junges Team zu entwickeln. Die 76ers haben in diesem Sommer bereits eine der stärksten Starting Fives der Liga zusammengestellt.
Im Juli verpflichteten die Sixers Jaylen Brown von den Boston Celtics – fünffacher All-Star, zweifacher All-NBA-Honorierter – im Tausch gegen Paul George, zwei Erstrundenpicks und zwei Zweitrundenpicks. Brown war nach eigener Aussage geschockt: „Ich habe mein Handy gegen die Wand geworfen, als ich es erfuhr.“ Seitdem hat er sich dem Projekt Philadelphia klar verpflichtet.
Das voraussichtliche Starting Five: LeBron James, Tyrese Maxey, Jaylen Brown, Joel Embiid, VJ Edgecombe. Zwei ehemalige Liga-MVPs auf demselben Parkett, dazu einer der besten Spielmacher der Eastern Conference.
Gehaltsverzicht als Statement
In seiner letzten Lakers-Saison verdiente James 52,6 Millionen Dollar. Sein neuer Kontrakt in Philadelphia bringt ihm im Durchschnitt rund 3,97 Millionen Dollar pro Jahr – ein freiwilliger Verzicht von fast 49 Millionen jährlich. Die Zahlen sagen alles über seine Prioritäten aus.
Der Vertrag enthält eine Spieler-Option im zweiten Jahr. Für einen 41-Jährigen ist das eine sinnvolle Absicherung, kein Langzeitprojekt. James geht es um den Titel, nicht um einen Abschlussvertrag.
Für Philadelphia ist die Kalkulation nahezu makellos. Ein LeBron James zum Mindestgehalt belastet den Salary Cap kaum. Die Sixers haben keine Picks abgegeben, keinen bestehenden Deal umgebaut – James kam von sich aus.
Die Eastern Conference nach diesem Sommer
Boston muss ohne Jaylen Brown neu aufbauen. Cleveland, das ebenfalls als mögliches Ziel für James gehandelt wurde, trifft nun auf 76ers, die realistisch um 60 Saisonsiege kämpfen können. Das Machtgefüge im Osten hat sich verschoben.
Die reguläre Saison beginnt erst im Oktober. In einer Stadt, die seit 1983 auf einen Meistertitel wartet, spielt LeBron James seinen letzten Akt – und er hat sich diesen Schauplatz bewusst ausgewählt.
Quellen: ESPN – NBA.com – NBC Sports Philadelphia
