Das Los Angeles County Medical Examiner’s Office hat am Freitag bestätigt: Brandon Clarke, Forward der Memphis Grizzlies, ist am 11. Mai versehentlich an den Auswirkungen von Heroin und Kokain gestorben. Der frühere Gonzaga-Star wurde 29 Jahre alt.
Clarke wurde an jenem Nachmittag bewusstlos in seinem Schlafzimmer in Los Angeles aufgefunden. Sanitäter stellten den Tod um 17:15 Uhr fest. Ein forensischer Arzt untersuchte den Leichnam am 12. Mai, die offizielle Todesursache wurde jedoch erst am 7. August zertifiziert – fast drei Monate nach seinem Tod.
Wie aus dem Bericht des Koroners hervorgeht, nahm Clarke zum Zeitpunkt seines Todes mehrere verschreibungspflichtige Medikamente ein. Diese wurden als “bedeutsamer Zustand” in den Befunden aufgeführt. Die Todesart wurde als Unfall eingestuft.
Eine Karriere voller Versprechen – und Rückschläge
Clarke kam als 21. Pick im NBA Draft 2019 in die Liga, zunächst von Oklahoma City ausgewählt und unmittelbar nach Memphis getradet. Sein Start war beeindruckend: Summer League MVP 2019, dann NBA All-Rookie First Team 2020 nach Durchschnittswerten von 12,1 Zählern und 5,9 Rebounds in seiner Debütsaison.
In sieben Spielzeiten absolvierte er 309 Partien für die Grizzlies und erzielte im Schnitt 10,2 Punkte, 5,5 Rebounds und 1,3 Assists. Im Oktober 2022 verlängerte er seinen Vertrag um vier Jahre für 52 Millionen Dollar. Ein Achillessehnenriss im März 2023 veränderte alles. Er bestritt danach nur sechs Spiele und war wegen anhaltender Knie- und Wadenprobleme in der Saison 2025/26 nur zweimal im Einsatz.
Vor Memphis hatte sich Clarke an der San Jose State University und bei Gonzaga einen Namen gemacht. In der Saison 2018/19 wurde er zum Third-Team All-American gewählt, als Gonzaga das Elite Eight des NCAA-Turniers erreichte. Als vielseitiger Big Man von 2,03 Meter bei 97 Kilogramm konnte er mehrere Positionen verteidigen und brachte eine für seine Generation ungewöhnliche Finesse unter dem Korb mit.
Memphis nimmt Abschied
Als sein Tod am 12. Mai bekannt wurde, bezeichnete die Grizzlies-Franchise Clarke als “einen herausragenden Mitspieler und noch besseren Menschen”.
Der Obduktionsbericht, fast drei Monate später veröffentlicht, bestätigt, was die Polizei von Los Angeles zunächst angedeutet hatte. Den vollständigen Bericht veröffentlichte das LA County Medical Examiner’s Office unter Fallnummer 2026-07644. Wie ESPN und UPI übereinstimmend berichten, wurde die Todesursache am 7. August offiziell zertifiziert.
Clarke wurde am 19. September 1996 in Vancouver, British Columbia, geboren. Er gehörte zu einer Generation kanadischer Spieler, die sich durch das US-amerikanische College-Basketball den Weg in die NBA bahnten. Seine Familie hat nach dem Bericht vom Freitag keine öffentliche Stellungnahme abgegeben.
Sieben Spielzeiten, 309 Spiele, echte Momente auf höchstem Niveau – und ein Karriereende, das viel zu früh kam. Die NBA trauert um ihn.
Quellen: LA County Medical Examiner – ESPN – UPI
