Die Anwälte von Terry Rozier haben am Freitag einen Antrag bei einem Bundesgericht eingereicht, um zwei der vier Anklagepunkte gegen den ehemaligen Charlotte-Hornets-Guard fallen zu lassen, wie Yahoo Sports berichtet.
Das zentrale Argument der Verteidigung ist eine SMS vom März 2023, die der Mitangeklagte Deniro Laster verschickt hatte: „Dont tell chum bout the bet.“ Laut Roziers Anwälten sei „chum“ ein Spitzname gewesen, den Laster für Rozier selbst verwendet habe. Wäre das korrekt, würde die Nachricht belegen, dass Rozier von dem Wett-Konstrukt nichts wusste.
Die Vorwürfe gegen Rozier
Die Bundesstaatsanwaltschaft wirft Rozier vor, sich 2023 absichtlich aus Hornets-Spielen zurückgezogen zu haben, um seine Statistiken zu manipulieren und Komplizen bei Sportwetten zu begünstigen, die auf seine Leistungswerte ausgerichtet waren. Nach seiner Verhaftung im Oktober 2025 hat er auf nicht schuldig plädiert. Die Staatsanwaltschaft hat seitdem versucht, zusätzliche Anklagepunkte einzubringen.
Der Prozess ist für den 8. Februar 2027 angesetzt. Im Juli hatte ein Richter seinen Antrag abgelehnt, die Kautionsbedingungen zu lockern, was ihm einen NBA-Vertragsabschluss ermöglicht hätte.
Eine Karriere im Wartezustand
Rozier, 32, hat seit der Saison 2024/25 kein NBA-Spiel mehr bestritten. Die Miami Heat ließen ihn im April 2026 ziehen. Seitdem hat ihn kein Team verpflichtet, obwohl der Guard in der Saison 2023/24 noch knapp 17 Punkte pro Spiel aufgelegt hatte.
Die Entscheidung über den Antrag könnte Monate dauern. Der Prozesstermin im Februar 2027 ist die klarste Frist, die der Fall bislang hat.
