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NBA-Untersuchung gegen Clippers und Kawhi Leonard könnte bis 2027 dauern

Laut ESPN und HoopsHype droht das Verfahren in ein Schiedsverfahren zu münden - der Trade mit Toronto bleibt bis auf Weiteres blockiert.

NBA-Untersuchung gegen Clippers und Kawhi Leonard könnte bis 2027 dauern
Photo: Ticketmaster / Wikimedia Commons

Der Abschluss der Untersuchung sollte den Weg freimachen – doch das Gegenteil trat ein. Wie ESPN und HoopsHype berichten, könnte das Verfahren gegen die Los Angeles Clippers und Kawhi Leonard bis weit ins Jahr 2027 andauern, falls sich die Parteien weder auf die Befunde noch auf mögliche Strafen einigen.

Die von der NBA beauftragte Anwaltskanzlei Wachtell Lipton hat ihre Arbeit nach fast elf Monaten abgeschlossen und die Ergebnisse dem Ligabüro übergeben. Doch eine abgeschlossene Untersuchung ist noch kein abgeschlossenes Verfahren. Die NBA muss nun die Befunde prüfen, entscheiden, ob Sanktionen gerechtfertigt sind, und jede juristische Anfechtung überstehen. Fechten die Clippers eine negative Entscheidung an, geht die Sache an einen neutralen Schiedsrichter, der gemeinsam von der Liga und der Spielergewerkschaft NBPA bestimmt wird. Die Gewerkschaft hat bereits signalisiert, dass sie notfalls auf ein Schiedsverfahren besteht.

Ein Trade ohne Ende

Die eigentlichen Leidtragenden sind beide Franchises. Der am 30. Juni vereinbarte Deal – Leonard geht nach Toronto, im Gegenzug kommen Brandon Ingram, Gradey Dick und künftige Draft-Picks nach Los Angeles – kann nicht vollzogen werden, solange die NBA den Stopp nicht aufhebt. Beide Teams stecken in einer Planungsblockade.

Für die Raptors ist die Lage besonders unangenehm: Sie haben Aktiva abgegeben für einen Spieler, den sie offiziell weder im Kader führen noch im Training einsetzen können. Für Steve Ballmers Clippers ist die Situation noch komplexer – sie stehen unter Beobachtung und müssen gleichzeitig den Ligabetrieb aufrechterhalten.

Was als Nächstes passiert

Die Bandbreite möglicher Sanktionen reicht von Geldstrafen über den Verlust von Draft-Picks bis hin zur Auflösung von Verträgen oder Maßnahmen gegen Leonard oder die Vereinsführung. Jede Strafe jenseits einer Geldbuße löst ein formales CBA-Verfahren aus. Die Liga hatte laut ESPN gehofft, das Dossier vor Beginn der Training Camps zu schließen. Bei einem Schiedsverfahren wird daraus nichts.

Leonard, der in sein letztes Vertragsjahr bei 50,3 Millionen Dollar geht, hat stets jedes Fehlverhalten bestritten. Fast ein Jahr wartet er. Die Raptors warten mit. Wie lange noch, ist offen.

Quellen: ESPN | HoopsHype

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