Der Seitenwechsel bleibt in Los Angeles. Rui Hachimura einigt sich am 6. Juli mit den LA Clippers auf einen Zweijahresvertrag über 28 Millionen Dollar und verlässt damit die Lakers nach dreieinhalb Jahren. Wie ESPN berichtet, nutzen die Clippers ihre Non-Taxpayer Mid-Level Exception; die zweite Saison enthält eine Teamoption.
Vier Absagen, eine Entscheidung
Die Lakers verweigerten die Zusammenarbeit bei einem Sign-and-Trade – Hachimura trat damit als uneingeschränkter Free Agent in den Markt ein. Angebote der Warriors, Spurs, Timberwolves und Nets lehnte er ab. Der japanische Forward entschied sich für die Clippers und einen Neustart in der gleichen Stadt, in einem Franchise, das nach dem Kawhi-Leonard-Trade nach Toronto neu aufbaut.
Seine Zahlen aus der Saison 2025/26 sprechen für den Transfer: 11,5 Punkte und 3,3 Rebounds im Schnitt bei 51,4 Prozent aus dem Feld und 44,3 Prozent von der Dreierlinie – Karrierebestwerte in der Effizienz. Für einen Kader ohne klare Flügelidentität ist das ein konkreter Mehrwert.
Was die Clippers aufbauen
Der Kawhi-Trade brachte Los Angeles Draft-Kapital und eine klare Richtung: Neuaufbau ohne kompletten Abriss. Hachimura für rund 14 Millionen Dollar jährlich – unter Marktwert für einen Forward jenseits der 44-Prozent-Marke von der Dreierlinie – passt in diesen Plan, ohne das Budget zu belasten. Die Teamoption hält die Flexibilität für den Sommer 2027 offen.
Mit seiner Größe und Reichweite kann er mehrere Positionen verteidigen und das Offensivsystem als Stretch Big entlasten. Kein Ballhandler, kein Creator – aber ein Forward, der kluge Entscheidungen trifft und selten schlechte Würfe nimmt. Genau das braucht Los Angeles in dieser Phase.
Der Warriors-Faktor
Golden State war ebenfalls im Rennen und scheiterte. Die Warriors, die laut übereinstimmenden US-Medienberichten in eine Second-Apron-Situation geraten könnten, verzichteten auf Hachimura, um Budgetspielraum für LeBron James zu erhalten. In derselben Woche ließen sie auch das Matching-Angebot für Center Quinten Post verfallen, der daraufhin zu den Memphis Grizzlies wechselte. Zwei Fehlschläge innerhalb von Tagen – beide mit demselben Kalkül: auf einen Superstar warten.
Hachimura hingegen unterschreibt den größten Vertrag seiner Karriere. Der Teamwechsel innerhalb von Los Angeles mag unspektakulär wirken. Für eine Clippers-Rekonstruktion, die ein solides Außenspieler-Profil brauchte, ist er ein sinnvoller Baustein.
