Die Memphis Grizzlies transferieren Ja Morant zu den Portland Trail Blazers. Im Gegenzug erhält Memphis Jerami Grant, Kris Murray sowie eine Million Dollar in bar, wie ESPN-Insider Shams Charania am Sonntagabend berichtete. Der Trade beendet das Morant-Kapitel in Tennessee und läutet in Portland eine neue Ära ein.
Trade-Details
- Trail Blazers erhalten: Ja Morant (2 Jahre, ca. 87 Millionen Dollar verbleibend)
- Grizzlies erhalten: Jerami Grant, Kris Murray, 1 Million Dollar
Memphis schließt den Umbau ab
Morant war der Letzte der drei Franchise-Eckpfeiler, der nun geht. Desmond Bane und Jaren Jackson Jr. hatten Memphis bereits nach dem 0:4-Sweep gegen Oklahoma City in den Playoffs 2025 verlassen. Beim Draft vergangene Woche griffen die Grizzlies mit Cameron Boozer an Position 3 zu. Die Stoßrichtung ist eindeutig: vollständiger Neuaufbau, Jugend als Basis.
Grant, 32, bringt Playoff-Erfahrung und defensive Vielseitigkeit – Qualitäten, die einem Rebuilding-Team Stabilität geben. Murray, 25, wird nächsten Sommer Restricted Free Agent, ein Wettversuch auf einen jungen Flügelspieler mit Potenzial. Keiner von beiden ist ein Eckpfeiler. Zusammen bieten sie Memphis ein solides Gerüst für die Übergangsphase.
Portlands riskanter Großeinkauf
Die Blazers schieden in der ersten Playoff-Runde 2026 mit 1:4 gegen die San Antonio Spurs aus. Deni Avdija überzeugte als All-Star mit 24,2 Zählern pro Partie. Damian Lillard kehrte im Juli 2025 nach Portland zurück, bestritt in der Saison 2025/26 jedoch kein einziges Spiel – er erholt sich noch immer von einem Achillessehnenriss. Jrue Holiday, 36, steht unter Vertrag. Scoot Henderson und Shaedon Sharpe warten auf ihre Chance. Donovan Clingan sichert die Zone ab.
Morant, 26, verändert die Kräfteverhältnisse. Rund 87 Millionen Dollar über zwei Jahre sind garantiert; eine dreijährige Verlängerung über 178 Millionen ist in Reichweite. In seiner Bestform – Saison 2022/23 mit 26,2 Punkten und 8,1 Assists – gehörte er zu den fünf spektakulärsten Spielern der NBA. Portland setzt darauf, dass die Hiobsbotschaften der letzten Jahre (drei Sperren, nur 79 Spiele in drei Spielzeiten) der Vergangenheit angehören.
Das kostet Memphis seine zwei nützlichsten Aufbauspieler und einen Scheck. Für Portland ist es eine Wette auf das Spektakuläre.
