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JJ Redick: LeBron bekommt die schlechtesten Calls aller Superstars — Lakers 0-2 gegen Thunder

Nach der zweiten Niederlage in Folge gegen OKC griff Lakers-Coach Redick die Schiedsrichter frontal an — und Austin Reaves konfrontierte Chefschiedsrichter Goble direkt.

JJ Redick: LeBron bekommt die schlechtesten Calls aller Superstars — Lakers 0-2 gegen Thunder
Photo: Wikimedia Commons / CC BY 2.0

Los Angeles verlor Spiel 2 der Western-Conference-Halbfinale gegen Oklahoma City mit 107:125 — und die Ereignisse nach dem Schlusspfiff waren kaum weniger aufgeheizt als die 48 Spielminuten. Cheftrainer JJ Redick trat an das Mikrofon und ließ kein gutes Haar an der Schiedsrichterleistung des Abends.

„LeBron bekommt die schlechtesten Calls aller Superstars, die ich je gesehen habe“, sagte Redick in der Presserunde. Eine bemerkenswert direkte Aussage — zumal sie von einem Rookie-Head-Coach kommt, der weiß, dass seine Mannschaft jetzt mit dem Rücken zur Wand steht.

Zahlen, die für sich sprechen

Die Foulstatistik gab Redick Anlass zur Kritik. 26 Fouls gegen die Lakers, 21 gegen den Thunder. LeBron James, 41 Jahre alt und nach wie vor das Herzstück des Angriffsspiels, kam lediglich vier Mal an die Freiwurflinie. Redick schilderte eine Szene, in der „vier Ballbesitze hintereinander unsere Spieler brutal gefoult wurden“, während Jaylin Williams Jaxson Hayes am Trikot festhielt — ohne Pfiff.

„Kleinere Spieler können Kontakte überdramatisieren und bekommen deshalb eher Fouls. Körper wie LeBron machen das schwieriger“, erklärte Redick. Auf die Frage, warum er trotz seiner Statur so selten gepfiffen bekommt, antwortete James kurz: „Ich weiß es nicht.“

„LeBron bekommt die schlechtesten Calls aller Superstars, die ich je gesehen habe.“ — JJ Redick, Lakers-Cheftrainer

Nach Spielende eskalierte die Stimmung. Austin Reaves und weitere Lakers-Spieler konfrontierten die Schiedsrichter in der Spielfeldmitte. Reaves ging auf Chefschiedsrichter John Goble los: „Er war respektlos. Er hat mich angeschrien.“ Hätte er sich genauso verhalten, wäre sofort eine technische Foul verhängt worden, meinte Reaves. Auch Redick war bereits während des Spiels verwarnt worden, nachdem er laut Berichten einen Schiedsrichter bedroht hatte — ein seltener emotionaler Ausbruch eines Trainers, der für seine Ruhe bekannt ist.

OKC war schlicht das bessere Team

All das darf nicht verschleiern, was Oklahoma City leistete. Shai Gilgeous-Alexander und Chet Holmgren erzielten je 22 Punkte. Ajay Mitchell kam auf 20 Punkte und sechs Assists. Jared McCain lieferte 18 Punkte in nur 18 Minuten. Der Thunder provozierte durch seine physische Verteidigung 20 Lakers-Ballverluste — und genau das ist der Hauptgrund für den Rückstand in der Serie, nicht die Schiedsrichter.

Reaves ragte mit 31 Punkten (10/16 aus dem Feld) als bester Laker heraus — nur reicht das nicht, wenn das Team 20 Bälle hergibt und 125 Punkte kassiert.

Die Spiele 3 und 4 finden nun in Oklahoma City statt. Die Schiedsrichterkritik der Lakers klingt vertraut — Teams, die 0:2 zurückliegen, finden oft einen Sündenbock außerhalb des Spielfelds. Die eigentliche Frage lautet: Hat dieser Kader, mit diesem Trainer und diesem 41-jährigen LeBron, genug Substanz, um gegen das beste Team im Westen zurückzukommen? John Goble kann daran nichts ändern.

Quellen: Bleacher Report, ESPN

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